Sea Use

Nahrungsquelle, Handel, Urlaubsparadies… ohne die Ozeane sind wir ziemlich aufgeschmissen. Dabei sind sie für uns von riesiger Bedeutung:

  • jeder dritte Mensch nutzt Meere als Hauptnahrungsquelle
  • mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Küstennahen Regionen 
  • die allermeisten Waren erreichen uns über das Meer
  • auf dem Meeresboden liegen riesige Mengen Rohstoffvorkommen


Die Meere unterliegen einer vielfältigen und intensiven Nutzung durch den Menschen und es ist mittlerweile wirklich klar von Übernutzung zu sprechen.

Allerdings hat das Auswirkungen auf die Ökosysteme der Meere - unnatürliches Eingreifen verändert den Kreislauf und stört das Gleichgewicht.


Zu den gravierendsten Belastungen zählen:

  • Überfischung 
  • Ökologisches Ungleichgewicht: Einträge von Nähr- und Schadstoffen führen zu Überdüngung oder Eutrophierung 
  • Steigender Bedarf an Ressourcen: inzwischen wird sogar versucht die Tiefsee ökonomisch (aus-) zu nutzen
  • Müll: wir kennen es alle - die Verschmutzung der Weltmeere!
  • Und nicht zu vergessen: die Schifffahrt - eine der größten Belastungen der Weltmeere.


Schauen wir uns das Thema “Schifffahrt” mal genauer an:

Eine der größten Belastungen für die Weltmeere: Enorme Fracht-, Container - und Kreuzfahrtschiffe belasten die Meeresökosysteme.

Zur Zeit erfolgen ca. 90% des gesamten Welthandels auf dem Seeweg und von ca. ⅓ der weltweiten Schiffsbewegung liegt der Ziel- oder Ausgangshafen in der EU!

Nord- und Ostsee gehören damit zu den am häufigsten und dichtesten befahrenen Meeren der Welt; jährlich durchqueren mehr als 30.000 Schiffe den Nord-Ostsee Kanal und täglich fahren 2000 Schiffe zu jeder Uhrzeit auf der Ostsee.

 

Und was genau ist das Problem?

Wir haben da mal ein paar Optionen gelistet:


1. Ölverschmutzung

Wir kennen, und wissen es wahrscheinlich alle: Katastrophen (welche leider nicht zu selten passieren) haben schwerwiegende Folgen für die Meeresökosysteme. Aber auch ohne Katastrophen landet täglich viel Öl in den Meeren.

2. Schiffsabwasser

Um Schiffsabwasser jeglicher Art zu kontrollieren sind Regulieren notwendig, die bis heute nicht optimal ausgearbeitet sind. 


 

3. Schiffsmüll

Auch wenn rund 80% des sich im Meer befinden Mülls von Land stammt: Schiffsmüll spielt eine erhebliche Rolle in der Verschmutzung, vor allem weil schwer nachzuvollziehen ist woher dieser kommt, und wie er reguliert werden könnte.

4. Luftverunreinigung

Vor allem Schwefeloxide (SOx), Partikel (u.a. Ruß) und Stickoxide belasten die Ökosysteme, indem sie beispielsweise zur Versauerung und Eutrophierung der Meere beitragen.

5. Bewuchsschutzsysteme

Der Aufwuchs von Organismen wie Seepocken und Muscheln auf Oberflächen unterhalb der Wasserkante wird als Fouling bezeichnet. Fouling an einem Schiffsrumpf erhöht den Wasserwiderstand des Schiffes und führt damit sowohl zu verlangsamter Fahrt als auch zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch

6. Einschleppung nicht einheimischer Arten

Organismen wie Fische, Muscheln, Algen und Bakterien können sich bei der Entleerung von Schiffstanks in fremden Häfen ansiedeln.

7. Lärmbelästigung

Dieser Punkt wird vielleicht unterschätzt, ist aber unfassbar wichtig. Die dauerhafte Belastung aller Meereslebewesen . Vor allem derer, die über Laute kommunizieren oder sich orientieren.

8. Last but not least: Co2 Emissionen

Der Schiffsverkehr auf den Weltmeeren ist schon heute für circa 2,6 Prozent der klimaschädlichen globalen CO2-Emissionen verantwortlich. 

2015 betrugen diese ca. 932 Millionen Tonnen CO2, das sind mehr als die gesamten Emissionen Deutschlands im Jahre 2017 in Höhe von 905 Millionen Tonnen CO2.

Wissenschafter*innen gehen davon aus, dass diese bis 2050 sogar um 50-250% im Vergleich zu 2012 steigen könnten. 


Was könnte helfen? internationale Regulierung der Politik - sogenannte “ökologische Leitplanken”. 

Es ist höchste Zeit, auf nachhaltigeres und umweltfreundlicheres Management in allen Bereichen zu setzen.

Auf politischer Eben passiert inzwischen zwar etwas, aber funktioniert das auch wirklich in der Umsetzung? Unserer Meinung nach: viel zu langsam!