Konventionelle vs. Ökologische Landwirtschaft? 

Die “Norm” bedeutet in Deutschland ganz klar folgendes: konventionelle Landwirtschaft.

90 Prozent der deutschen Betriebe wirtschaften konventionell und richten sich demnach an die gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP). 

Diese basiert im Grunde auf zwei Säulen: 


  1. Flächenprämien: Landwirtschaftliche Betriebe erhalten für jeden Hektar eine Prämie (dafür werden über 75 Prozent des europäischen Budgets für LW genutzt!)
  2. Entwicklung des ländlichen Raums: Bestimmte Programme fördern Bio-Landwirtschaft und spezielle Maßnahmen zum Umwelt- oder Naturschutz.


Das ursprüngliche Ziel der GAP lag vor allem darin genügend Lebensmittel für alle Bürger:innen bereitzustellen sowie Nahrungsmittel zu angemessenen Preisen (für Verbraucher:innen) zu produzieren.


Dass die Sorge für Umwelt und Natur dabei ein bisschen zu knapp kam liegt nahe - denn wer profitiert hauptsächlich davon? Industrielle Großbetriebe.

Spezialisierung, Industrialisierung, starke Düngemittel und Pestizide können zu Monokulturen und übermäßigem Gebrauch von Maschinen führen. 

Die Auswirkungen: 

  • Böden verlieren an Fruchtbarkeit und erodieren
  • Wasser und Luft werden verschmutzt
  • die Artenvielfalt schwindet
  • der Verbrauch von Energie und Ressourcen steigt

Ökologische Landwirtschaft - ein Lichtblick?

Das Ziel hierbei ist es einen möglichst geschlossenen, natürlichen Betriebskreislauf herzustellen. 

Das bedeutet, Bodennutzung und Viehhaltung der jeweiligen Betriebe werden individuell angepasst und innerhalb eines Betriebes kombiniert. 

Futter- und Nährstoff Grundlagen können also selbst gestellt werden: im Prinzip eine Mini-Kreislaufwirtschaft.

Außerdem gelten folgende Richtlinien:

  • Maximale Anzahl an Tieren pro Fläche 
  • Weidehaltung 
  • keine vorbeugenden Medikamente.
  • keine löslichen mineralischen Dünger
  • keine chemischen Pflanzenerhaltungsmittel 


Insgesamt achtet die ökologische Landwirtschaft mehr auf unsere natürlichen Ressourcen und schützt so Böden, Wasser, Ökosysteme und das Wohl der Tiere. Diese positiven ökologischen Leistungen wirken sich auch positiv auf den Klimawandel aus - Emissionen werden reduziert und Ökosysteme bleiben im Gleichgewicht.